• Bahnhof von Gliwice wird erneuert

    Der historische Bahnhof von Gliwice (Gleiwitz) wird derzeit generalüberholt und modernisiert. Sowohl das Bahnhofsgebäude aus den 1920er Jahren als auch die Bahnsteige und Tunnel werden künftig besser an die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen angepasst sein. Architektonische Barrieren sollen verschwinden, die Kassenfenster werden tiefer gelegt, es werden Fahrstühle und Rolltreppen eingerichtet sowie Orientierungslinien für Sehbehinderte in den Boden eingelassen. Auch das Fahrgastinformationssystem soll auf den neuesten Stand gebracht werden. Elektronische Anzeigetafeln werden die in die Jahre gekommenen mechanischen Anzeigen ersetzen. Vollkommen erneuert werden die Bahnsteige, die zudem eine Überdachung bekommen sollen. Während die Arbeiten am Bahnhofsgebäude bis Jahresende abgeschlossen sein sollen, wird die Erneuerung von Gleis- und Schienenanlagen noch bis Mitte 2016 andauern. www.gliwice.eu

  • Bahnreisen nach Szczecin (Stettin)

    Ab sofort gelten Fahrscheine des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg auch in der westpolnischen Hafenstadt Stettin. Bahnreisende können auch künftig die VBB Einzelfahrscheine oder Tageskarten in Bussen oder Straßenbahnen in Stettin nutzen. Ab dem 1. August wird der Preis der VBB Fahrkarte von 16,70 Euro auf nur 10 Euro gesenkt. Dadurch wird eine Fahrt mit der Bahn aus Berlin-Brandenburg nach Stettin noch attraktiver. Bislang galt das Brandenburg-Berlin Ticket, mit dem bis  zu fünf Personen für einen Preis ab 27 Euro einen ganzen Tag auch Busse und Straßenbahnen in Stettin nutzen konnten. Der VBB kündigte auch an, dass sich zum 1. Dezember auch das Zugangebot auf der Strecke von Berlin nach Szczecin (Stettin) verbessern wird. Es wird dann künftig drei statt nur 2 durchgehende Verbindungen geben. Des Weiteren soll es mehr Verbindungen mit direktem Umstieg in Angermünde geben. Die Fahrzeit bis Stettin beträgt ca. 2 Stunden von Berlin.

  • Streichkonzert im polnischen Bahn-Regionalverkehr

    Streichkonzert im polnischen Bahn-Regionalverkehr ist der falsche Weg / Pro Bahn e.V. empfielt den Ausbau eines leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehrs
    Mit dem Winter-Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 in Polen wird der Fahrplan von Regionalzügen in vielen Regionen ausgedünnt. So entfällt in der Region Westpommern (Zachodniopomorskie) nach aktuellen Informationen etwa jeder vierte Regionalzug.
    Selbst in touristisch wichtigen Städten werden teilweise ein Drittel der Verbindungen gestrichen. Obwohl die Straßen in Polen bereits vielfach überlastet sind und die Europäische Union Polen zu einer bahnorientierteren EU-Mittelverwendung drängt, wird mit dem Streichkonzert zum Fahrplanwechsel die Abkehr vom Ausbau des regionalen Bahnverkehrs eingeleitet.
    Darüber hinaus soll der Betrieb der regionalen Bahnverkehre mit der Auflösung der Regional-Betriebsgesellschaft Przewozy Regionalne (PR) zum Ende kommenden Jahres möglicherweise noch stärker regionalisiert und fragmentiert werden.
    Das Risiko: Unterschiedliche Vertriebs-, Ticket- und Preissysteme könnten zukünftig Bahnfahrten durch Polen weiter erschweren, wenn es keine übergreifenden Ticket- oder Verbundsysteme zwischen den künftigen staatlichen und privaten Betreibern mehr gibt.
    In der grenznahen Oderstadt Kostrzyn (Küstrin) entfallen beispielsweise zwei Zugpaare täglich, in der bei polnischen und deutschen Touristen beliebten Stadt Kolobrzeg (Kolberg) an der Ostseeküste fallen von den zurzeit 29 Zügen zehn am Tag ersatzlos weg.
    "Für einen auf Tourismus setzenden aufstrebenden Küstenort und dessen benachbarte Regionen, die ohnehin unter einer immensen Last auf den Autostraßen leiden, ist solch eine Entscheidung natürlich nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch problematisch", so Jens Hansel vom unabhängigen deutschsprachigen Informationsportal Kolberg-Cafe.de.
    Die Bahnverbindung ist bereits heute für Urlauber der kompliziertere Weg der Anreise, was sich mit den Entscheidungen zum Fahrplanwechsel noch verschärft. "Generell ist es der falsche Weg, die Regionalverkehre weiter abzubauen anstatt sie endlich leistungsfähiger zu gestalten", ergänzt Andreas Schwarze,  Referent für den Osteuropaverkehr beim Fahrgastverband Pro Bahn e.V. Er sieht in diesem Zusammenhang auch gute Ansätze wie das beliebte "REGIOkarnet" (3-Tages-Karte innerhalb von 3 Monaten) oder das "Bilet Turystyczny" (Touristenkarte für ein Wochenende) gefährdet, da sich solche Tickets bei zunehmend ausgedünntem Bahnverkehr für Bahngäste immer weniger lohnen. Die Umstellungen zum Fahrplanwechsel zeigen, dass die ländlicheren Regionen zunehmend vom Bahnverkehr abgekoppelt werden.
    Der Fahrgastverband Pro Bahn e.V. empfiehlt, den Regionalverkehr auf Schienen nicht weiter zu schwächen. Für eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik ist eine leistungsfähige Bahn-Infrastruktur unabdingbar. Ein besonderer Fokus sollte auf der Instandhaltung von sanierungsbedürftigen Schienenabschnitten liegen. Gerade im ländlichen Raum können viele Menschen die Bahn nicht nutzen, da keine bedarfsgerechten Angebote vorhanden sind. Diese gilt es, mittel- bis langfristig auszubauen.
    Über Pro Bahn e.V.:
    PRO BAHN e. V. ist ein Fahrgastverband mit dem Zweck, die Interessen von Fahrgästen des Öffentlichen Verkehrs zu vertreten. Er wurde 1981 gegründet und zählt mittlerweile bundesweit rund 5000 Mitglieder. PRO BAHN e.V. ist dem Europäischen Fahrgastverband (EPF) angeschlossen
    Über Kolberg-Café:
    Das Kolberg-Café ist eine Informations- und Ratgeber-Internetseite rund um den Ostsee-Urlaubsort Kołobrzeg (Kolberg) in Polen. Der beliebte Urlaubsort bietet viele Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen Urlaub - von Strandtagen über Partynächte bis zum Wellnessurlaub - zu verbringen: Im Kolberg-Café stehen die passenden Informationen zu den Sportmöglichkeiten wie Baden, Kitesurfing oder Radtouren, sowie zur Stadtgeschichte, zu den Museen, zu den Sehenswürdigkeiten und zum Nachtleben bereit.
    Kontakt:
    Andreas Schwarze
    Referent für Osteuropaverkehre
    PRO BAHN e.V. Bundesverband
    An der Bahnstrecke 5
    16307 Tantow OT Schönfeld
    Tel.: +49 (0)33333 / 300 97
    Fax: +49 (0)2561 / 959 486-514
    Funk: +49 (0)179-210 288 4 (O²)
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