Kołobrzeg ist ein sehr lohnenswertes Urlaubsziel an der Ostsee: Zwar deutlich kleiner als Szczecin (Szczecin hat 400.000 Einwohner), bietet die in Deutschland als Kolberg bekannte Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern tolle Möglichkeiten für Erholung, Kultur und Freizeitaktivitäten.

Wer in Deutschland etwas von Kołobrzeg hört, hört das meist wohl im Zusammenhang mit Kuren, Krankheitsbewältigungen oder Bustourismus - Anzeigen von Kaffeefahrtenanbietern und Kurreiseveranstaltern sprechen dafür. Für das Kuren ist die Stadt heute sicher berühmt: Salzhaltige Quellen und Moorwasser qualifizieren den Ort am Meer eindeutig als Kurort. Aber das ist nicht alles: Im Sommer tobt ein attraktives buntes Strand- und Nachtleben.
Wunderschöne Anblicke plus Kultur und Geschichte sind in Kołobrzeg inklusive. Immerhin ist die Stadt schon über 1.000 Jahre alt; sie wurde nämlich genau im Jahre 1.000 gegründet. Naturnähe gesucht? Wer einen Strand- oder Waldspaziergang in gesundem Klima mag, ist hier richtig: Am besten im Frühjahr oder im Herbst, wenn die Strände, die Strandpromenaden und die Stadt selbst noch nicht ganz so stark im Zeichen des Sommertourismus stehen. Man merkt schon: Dieser Ort hat es uns angetan, zu jeder Jahreszeit. Denn wir waren mittlerweile häufiger hier.

Die Stadt liegt zwar am Meer, das Zentrum ist jedoch etwa einen halben Kilometer von diesem entfernt. Daher gibt es eigentlich zwei Zentren: Zum einen den Stadtmittelpunkt für die Einwohner, die Innenstadt mit dem beeindruckenden Rathaus, der schönen Kirche, den vielen grünen Parks und der sehenswerten Altstadt. Zum anderen den Urlaubsmittelpunkt für die Kurgäste und Sommerfrischler, die Strandpromenade, die sich vom Hafen bis auf Höhe des Marktplatzes hinzieht. Aber keine Sorge: Alles ist im Rahmen kurzer - schöner - Spaziergänge schnell erreichbar, ein Auto ist nicht erforderlich.

Der Hafen von Kołobrzeg (Kolberg)

Einprägsam: Der Hafen mit dem roten Leuchtturm (Latarnia Morska Kołobrzeg). Er befindet sich am West-Ende der Promenade am Strand. Der Leuchtturm kann für kleines Geld (3 złoty) besichtigt werden. Besichtigen heißt in diesem Fall, dass man auf die 26 Meter hohe Aussichtsplattform aufsteigen kann. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf Land und Meer. Auf Wind sollte man hier oben, besonders im Herbst, jedoch gefasst sein. Aber: Der Blick lohnt sich! Bilder aus Kołobrzeg (Kolberg) Früher stand auf den Grundmauern des heutigen Leuchtturms ein Fort, das mehrfach zerstört wurde. Nach der jüngsten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der heute zu sehende Leuchttum errichtet. Er arbeitet als einer der wenigen Leuchttürme an der Küste Pommerns immer noch in seiner damals vorgesehenen Funktion und leuchtet des Nachts den Schiffen den Weg. Wahrscheinlich hat er auch manchem alkoholkonsumierenden Nachtausflügler schon den Weg gewiesen. Aber so ist es nun einmal in der Gegend von Bars, Diskos und Strandparties. Einen romantisch ruhigen Fleck zum ruhigen Meeresbeobachten haben wir auch immer gefunden. Vom oberen Ende des Leuchtturms sieht man die Hafenausfahrt des insgesamt recht kleinen Hafens, der aber für Polen eine wichtige Funktion hat. Außerdem sind der Fluss Parsęta (Persante) sowie der «Holzkanal» im Blickfeld - und der noch sehr junge, aber offensichtlich touristisch aufstrebende, Vergnügungs- und Erholungsbereich rund um den Hafen.

Dort gibt es Cafés, Restaurants, Souveniershops und Fisch- sowie Eisbuden in unüberschaubarer Menge. Fast überall wird in diesen, wie beinahe immer in Kołobrzeg, Deutsch gesprochen. Deutsche Speisekarten sind fast eine Selbstverständlichkeit. Daran wird deutlich, dass der Tourismus aus Deutschland für die Stadt eine große Bedeutung bekommen hat; weniger gut betuchte polnische Urlauberfamilien kommen aus Kostengründen auch immer seltener hierher. Kołobrzeg hat sich daher zu einem schon beinahe exklusiven Urlaubsziel entwickelt. Die Preise sind aus Sicht deutscher Urlauber allerdings noch fair.

Bilder aus Kołobrzeg (Kolberg) Ein Teil des Hafens dient heute noch als Militärhafen, wie wir an den dort verankerten Schiffen erkennen können. Ein anderer Teil ist Fischereihafen. Der vordere Teil wird entweder von großen Schiffen genutzt, die von hier aus in Richtung Bornholm starten, oder von Touristenbooten, die Ausflugs- oder Hochseefischerei-Fahrten anbieten. Der Hafen soll auch zukünftig all diese Funktionen erfüllen, so dass man sich zu einer umfassenden Modernisierung entschlossen hat. Das zumindest weiß das Stadtblatt zu berichten.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Kołobrzeg die erste Stadt mit Zugang zum Meer, die zurückerobert werden konnte. Aus diesem Grunde wurde ein Denkmal an der heutigen Strandpromenade zwischen dem Leuchtturm und der Seebrücke errichtet. Mehr über dieses Denkmal von der «Vermählung Polens mit dem Meer» (und viele weitere in Kołobrzeg) erfährt man auch im Waffenmuseum, von dem wir etwas später berichten. Die mit 220 Metern Länge beeindruckend lange Seebrücke dient übrigens hauptsächlich den Kurgästen zum abendlichen Flanieren und ermöglicht das Beobachten des Meeres und der Vögel von einer Art Terasse am Ende der Brücke.

Kurstadt Kołobrzeg (Kolberg)

Läuft man nun vom Leuchtturm in Richtung Osten nicht «durch die Stadt» am Bahnhof vorbei ins Zentrum, sondern auf der dem Strand zugewandten Seite, erkennt man eindeutig die «Kur-Prägung» des Ortes. Angeblich geht sogar die Grundidee des «Kurens» auf Kołobrzeg zurück. Und zwar soll es so gewesen sein, dass ein preußischer Staatsbeamter namens Hans Heinrich von Held schuld daran war, dass Kołobrzeg zum Kurort wurde: Er gab 1804 ein Buch heraus, das den einprägsamen Titel «Ueber das Meerbad bei Colberg und die beste und wohlfeilste Art sich desselben mit Nutzen zu bedienen» trug. Der gute Mann war in Kołobrzeg inhaftiert, weil er eine kritische Veröffentlichung zu den Abläufen in der Bürokratie seiner Zeit publiziert hatte. Ob man heute dafür auch noch an einen so schönen Ort am Meer ins Gefängnis käme? Die Frage stellt sich vermutlich nicht, weil darauf schlichtweg keine Haftstrafe mehr stehen sollte. Und selbstverständlich waren die Haftbedingungen nicht unbedingt urlaubsähnlich. Immerhin hatte Hans Heinrich von Held namafte Leidensgenossen: Auch «Turnvater Jahn» (Friedrich Ludwig Jahn) und Heinrich Schliemann (der Troja-Forscher) wurden in die Festung von Kołobrzeg verbannt.
Jedenfalls fand Hans Heinrich von Held nach dieser Geschichte im Anschluss an seine Verbannung nicht nur Gefallen an den Heilkräften des Ortes, sondern auch am weiteren Publizieren. Und weil er so begeistert über die gesundheitsförderliche Wirkung des Kurens berichtete, kamen die Menschen bald in Scharen ins heutige Kołobrzeg (damals noch Kolberg, genaugenommen Colberg). Heute würde er wahrscheinlich eine Rüge der Sozialversicherungsträger kassieren, weil die Kuranträge durch seine Veröffentlichungen drastisch gestiegen sind. Wie dem auch sei, das Buch ist tatsächlich erschienen und Kołobrzeg hieß früher auch Colberg mit «C» - ob hier allerdings die Kur erfunden wurde, wollen wir an dieser Stelle nicht beurteilen.

Der Rest der Stadt, so bemerken wir schnell, befindet sich in einer sehr dynamischen Weiterentwicklungsphase. Viele Gebäude sind bereits «wie neu», andere haben den «Muff der grauen Wände» noch nicht abgeschüttelt. Seit Mitte der achtziger Jahre hat sich auch die Baupolitik im Ort geändert. Man baut verstärkt kleine Häuser statt großer Wohnblöcke. Bilder aus Kołobrzeg (Kolberg) Wichtig zu wissen ist, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, und die Zerstörung bezog sich auf fast alle Gebäude: rund 90 Prozent waren zumindest deutlich beschädigt. Einige wenige Häuser wurden bereits relativ kurz nach dem Krieg auf alten Grundmauern wieder errichtet, die meisten jedoch komplett neu im «sozialistischen Stil». Das Stadtbild wirkt dennoch sehr ansprechend. Das geht aus unserer Sicht insbesondere auf zwei Dinge zurück: Eine Häuserzeile ist tatsächlich nach alten Mustern wieder errichtet worden, sie wird bei den Bürgern der Stadt auch «alte Altstadt» genannt. Der Rest der Innenstadt wird in jüngerer Zeit in neuer Bauweise, jedoch im «alten Stil», realisiert - die «neue Altstadt». Diese Kombination funktioniert, finden wir. Im Verbund mit den historischen Gebäuden, die, und das ist nicht selbstverständlich, ebenfalls wieder errichtet wurden oder sogar erhalten blieben, wirkt der Stadtkern ein wenig hanseatisch-gemütlich. Gemeint sind besonders das schöne Rathaus, die Kathedrale «Kollegiata N.P.Marii» (Heilige Maria) und einige Munitionstürme. Übrigens war Kołobrzeg auch Hansestadt, fast 300 Jahre lang (1361 bis 1610).

Kirche und Rathaus von Kołobrzeg (Kolberg)

Die "Kollegiata N.P.Marii" beeindruckt zunächst durch ihre schiere Größe. Sie wurde komplett rekonstruiert, weil die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg beinahe bis auf die Grundmauern gingen. Die Kirche brannte sogar aus. Die Rekonstruktion entspricht jedoch dem Zustand der gotischen Backsteinhallenkirche aus dem 15. Jahrhundert. Damals wurde sie, als mit 74 Metern Bauhöhe sehr hohes Gebäude, praktischerweise gleichzeitig als Leuchtturm genutzt. Erstmals urkundlich erwähnt findet sich die Kirche im Jahre 1316, der Bau begann vermutlich etwa um 1300. Zahlreiche Erweiterungsbauten ließen die Kirche wachsen. Von Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhundert wurde sie als Dom der evangelischen Kirche genutzt, zwischendurch mehrfach beschädigt, zeitweise sehr schlecht gepflegt oder als Museum für Waffen verwendet. Der eigentliche Wiederaufbau begann erst in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts durch die katholische Kirche, für die das Gebäude auf historischen Mauern als Marienbasilika wieder einen hohen Stellenwert hat. Rund 9.000 Menschen fasst die geräumige fünfschiffige Kirche. Erst vor kurzem wurde auch im Innenbereich einiges modernisiert, unter anderem die Orgel. Eine Besichtigung lohnt sich, denn die hohen - vermutlich durch Absacken des Bodens bereits in der Vergangenheit etwas schief gewordenen - Säulen, die Kronleuchter, ein Taufbecken, die Gemälde und die herrlichen Fenster sind absolut sehenswert. Ein wunderschöner Ort der Ruhe, Wir empfehlen einen Besuch am frühen morgen oder abend, wenn nicht die Gefahr der Ankunft eines Touristenbusses besteht.

Bilder aus Kołobrzeg (Kolberg) Das Rathaus ist zwar deutlich kleiner als die Kirche, jedoch ebenfalls kaum zu übersehen: Es steht frei auf dem Rynek (Marktplatz) und beeindruckt durch die wuchtig-massive Bauweise. Früher stand hier ebenfalls ein gotisches Rathaus, das aber bei der Belagerung durch die Franzosen 1807 zerstört wurde. Ab 1829 entstand in dreijähriger Bauzeit teilweise auf den alten Fundamenten das jetzige Rathaus. Es wurde von Karl Friedrich Schinkel konzipiert, der als eigentlich klassizistischer Architekt auch bei diesem Gebäude gotische Formen wieder entdeckte und neu interpretierte. Er ist übrigens auch Architekt vieler berühmter Bauten zum Beispiel in Berlin: Die Neue Wache oder das Alte Museum gehen auf sein Konto, ebenso das Babelsberger Schloss in Potsdam. Das Rathaus von Kołobrzeg wird immer noch als Behördenhaus genutzt, nebenbei auch für Kunstausstellungen. Eine Art Aussichtsplattform, vermutlich ursprünglich zu Beobachtungs- und Verteidigungszwecken integriert, entdecken wir auch obenauf. Allerdings sehen wir nicht nach, ob wir dort auch hinauf dürfen: Unter all den Geschäften, Cafés, Restaurants und Fast-Food-Buden rundherum gibt es auch ein Einkaufszentrum mit mehreren Etagen. Von der obersten hat man einen sehr schönen Blick auf das Rathaus und den Marktplatz. Das dortige Café Liebich bietet eine gute Sicht, durchaus guten Café und Tee, WLAN-Zugang per Hotspot sowie akzeptable Preise - aber leider eine etwas langsame Bedienung. Das mussten wir an mehreren Besuchstagen feststellen. Dagegen können die klassischen Cafés in der Umgebung des Marktplatzes, die weniger «angesagt» daherkommen, mit erheblich mehr Service und Freundlichkeit bei uns punkten. Ein Café hat es uns besonders angetan: Das Café befindet sich zwar im ehemaligen Henkerhaus, aber vernichtet wird hier heute höchstens noch Kuchen und Torte der leckersten Art. Besonderer Tipp: Die heiße Schokolade. Das Café «Domek Kata» ist auch ein gutes, nett eingerichtetes Restaurant und Weinlokal. Es befindet sich zwischen dem aktuellen Rathaus und dem «alten Rathaus». Zu sehen gibt es rund um das Rathaus immer etwas: Hier treffen sich die Menschen oder es gibt Veranstaltungen der polnischen Marine - nicht nur bei schönem Wetter erlebt man hier eine tolle Stimmung.

Museen

Beide hier beschriebenen Museen fanden wir in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes. Das Militärmuseum liegt wenige hundert Meter südlich vom Rathaus, das Heimatmuseum wenige hundert Meter westlich davon, kurz hinter der Kirche gegenüber einem Einkaufszentrum.
Das Militärmuseum beziehungsweise Waffenmuseum (Muzeum Oręża Polskiego Rejestrowane) kostet 7 złoty (ermäßigt: 5 złoty) Eintritt, die sich lohnen, wenn man sich für Militärgeschichte interessiert. Es gibt viele Uniformen, Waffen, Kampfgerät und auch historische Erläuterungen anzusehen. Letztere leider nur auf Polnisch. Uns faszinieren am meisten die Ausstellungsstücke auf dem Außengelände, wo sich leicht rostiges aber nichtsdestoweniger beeindruckendes Kriegsgerät von Abschussrampen für Raketen bis hin zu Kriegsflugzeugen und Panzern russischer Produktion findet. Interessant ist aber auch die letzte Halle, in der Dokumente des Zweiten Weltkriegs ausgestellt sind. Die politischen und militärischen Wirren, in denen sich Kołobrzeg befand, werden durch diese Ausstellung ein wenig fassbarer.

Im Braunschweigschen Haus findet sich im Heimatmuseum der Stadt (Muzeum Miasta Kołobrzegu) eine Ausstellung über die Geschichte Kołobrzegs. Braunschweigsches Haus heißt das Gebäude im klassizistischen Stil (18. Jahrhundert) deshalb, weil es der Familie von Braunschweig gehörte. Es wurde auch «Plüddemannsches Palais» genannt. Die von Braunschweigs waren schon im 13. Jahrhundert nach Kołobrzeg gekommen und hatten sich durch den Handel mit Salz finanziell gut aufgestellt. Salz war damals ein wichtiges Gut, so dass die Stadt davon (insbesondere in Kombination mit dem Fischfang) gut leben konnte. Auch später wurde Salz im Rahmen des Kurbetriebs wieder wichtig - all dies wird in der Ausstellung deutlich. Selbige lohnt eine Besichtigung, das Museum hat jedoch eingeschränkte Öffnungszeiten.

Strand und Leben am Meer

Bilder aus Kołobrzeg (Kolberg) Am Strand von Kołobrzeg, so stellen wir fest, gibt es drei Jahreszeiten: Den Sommer mit viel Trubel, fliegenden Händlern, Sonnenschirmen, Verkäufern, Strandkörben und viel Sonnenöl bei satten 1.800 Sonnenstunden im Jahr. Außerdem Frühjahr und Herbst mit erholungssuchenden Genießern gesunder Luft, wenigen hartnäckigen Badenden und kuranwendungsbuchenden Menschen, die abends gemütlich an der Promenade entlangspazieren. Zuletzt den Winter, in dem wenig los ist, man jedoch den feinen Sand am Strand, das angenehm-gesunde Klima und die wenigen offen gebliebenen Restaurants und Cafés fast für sich hat und einmal ganz in Ruhe zu seinen eigenen Gedanken finden kann.
Allen Jahreszeiten gleich ist die Freundlichkeit und Ausgeglichenheit der Menschen, der schöne Strand mit hellem, feinen Sand und flachem Ufer, die Promenade mit Seebrücke, die kreischenden Möwen und das ganz besondere Flair eines Urlaubs am Meer. Wie gesagt: Wir fühlen uns wohl und kommen gern wieder.

Tipps zu Kołobrzeg:

Am Rathaus gibt es einen öffentlichen HotSpot für drahtlosen Internetzugang.

Das Café «Domek Kata» ist ein echter Tipp: ul. Ratuszowa 1, Centrum, Telefon 943546635

Fazit

Wer die Bezeichnung Kurort hört, denkt zuerst an verstaubt eingerichtete Cafés, Moorpackungen, Walzer und «Kaffee in Kännchen». Kołobrzeg ist ein Kurort. Aber: Kołobrzeg ist anders.

Sicher, es gibt sie auch: Die Kurhaus-Klötze an der Strandpromenade. Die verstaubten Cafés und Kuranwendungen. Doch die Stadt bietet mehr: Da ist zum Beispiel eine «Altstadt» mit einem ganz eigenen Flair - die eigentlich gar nicht so alt ist. Eine Stadt, die sich so wieder aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs entwickelt hat, muss den unbedingten Willen dazu haben. Dann die beeindruckende Kirche, das von Schinkel erbaute Rathaus, der alte Holzkanal und das Theater im Wald. Und die lebendige Innenstadt, in der mehr los ist als in mancher Großstadt. Die vielen «angesagten» Cafés, Kneipen, Modeläden. Natürlich gibt es auch jede Menge Strand, Bernstein-Verkäufer und einige Kuriositäten. Zum Beispiel die sozialistischen «Bausünden», die auf den ersten Blick das Stadtbild zu verschandeln scheinen, aber doch irgendwie dazugehören. Man fragt sich, wie man solche «Klötze» mitten in die Stadt stellen konnte - sieht man aber, wie diese «Klötze» integriert sind, denkt man nicht mehr darüber nach.

Es gibt in der Stadt alles, was eine Stadt ausmacht. Und attraktive Freizeitmöglichkeiten: Zwei Schwimmbäder, von denen eines ein attraktives Erlebnisbad mit Sauna, Rutschen, Whirlpools und allem drum und dran ist. Eine Eislaufbahn im Winter, Kunstausstellungen und Museen lassen es nicht langweilig werden.

Genießen Sie Kołobrzeg einfach einmal, und gönnen Sie sich dafür mindestens eine Woche. Ob im Winter, wenn die Stadt sehr «polnisch» ist, oder im Sommer, wenn auch viele ausländische Touristen dort sind.

Infos, Tipps, Adressen

Tourismusinformation (Centrum Informacji)
Ul. Dworcowa 1
78-100 Kołobrzeg
Telefon 094 3527939
  www.kolobrzeg.pl (Auch Deutsch)


Anreise mit dem Auto
Gut zu erreichen, etwa 140 Auto-Kilometer von Szczecin entfernt, 40 Kilometer von Koszalin, 280 Kilometer von Berlin. Über die A111 und E6 erreichen Sie die Stadt auf durchweg bereits modernisierten oder gerade in Arbeit befindlichen Straßen in weitgehend gutem Zustand. Die letzten Kilometer bewältigt man auf Landstraßen, die aber ebenfalls gut befahrbar sind. Parken in der Stadt ist unproblematisch, es gibt zahlreiche bewachte und unbewachte Parkplätze. Im Sommer kann es voll werden. Bessere Hotels haben in der Regel eigene Parkplätze.
Anreise mit dem Flugzeug
Es gibt keinen größeren Flughafen in der Nähe, die nächsten sind Goleniow und Gdańsk (Danzig). Beide eignen sich weniger für die Anreise nach Kołobrzeg.
Anreise mit dem Bus
Zahlreiche Busse fahren nach Kołobrzeg, und die Anreise mit diesen ist meist komfortabel. Und: Der Bushalteplatz ist sehr zentral gelegen, direkt zwischen Stadt und Strand. Es gibt von dort auch Regionalbusse nach Koszalin, Słupsk und Świnouście. Aus Deutschland reist man in der Regel mit dem Bus über Koszalin an.
Anreise mit der Bahn
Die Bahnverbindungen nach Koszalin, Szczecin und Gdańsk sind gut, und man kommt mit der Bahn ebenfalls fast direkt in der Stadt an. Busbahnhof und Bahnhof liegen beieinander, sehr zentral. Die Anbindung der Bahnlinien von den nächstgelegenen größeren Bahnhöfen kostet zuweilen etwas Zeit und verlängert die Anreise.
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