Qualität statt Quantität, anspruchsvoll statt billig, Natur statt Billigpartymeile: Es zeichnete sich schon seit einiger Zeit ab, doch 2008 scheint die Veränderung im Tourismus in Polen vollzogen zu sein. War das Land bisher von vielen Gästen geprägt, die preisorientiert gebucht haben, sind diesen Gästen angesichts der steigenden Preise die Argumente ausgegangen. Dem entgegen stehen die zum Teil erheblichen Investitionen der Gastwirte in die Unterkünfte und der Tourismuszentren in die Infrastruktur: Die Qualität steigt. Noch lassen sich viele Schnäppchen machen, aber zum Beispiel kaum mehr in der Hochsaison. Und: Wer einen hochwertigen und qualitativ anspruchsvollen Urlaub verbringen möchte, hat mittlerweile eine sehr vielfältige Auswahl. Die Schere zwischen sehr aufwändigen Urlaubsarten und Günstig-Urlauben ist erheblich auseinandergegangen, wie zahlreiche Berichte bestätigen. Die Infoseite Polen berichtet beispielsweise über den Anstieg bei hochwertigen Kurreisen, auch weil Zuschüsse von Versicherungen möglich sind. Auch Geschäftsreisen stoßen weiterhin auf großes Interesse. Der Ferienwohnungsmarkt hingegen scheint, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter der Überschrift "Abschied vom Schnäppchenparadies" ausführlich darstellt, einen Maximalwert erreicht oder gar überschritten zu haben. Beim Verkaufsgeschäft von Ferienimmobilien befürchten einige Experten demnach sogar einen Kollaps des Marktes aufgrund stark gestiegener Preise und zusätzlich geschaffenen Objekten. Unserer Einschätzung nach haben sich die Kauf- und Verkaufsmärkte für Ferienimmobilien auf hohem Niveau stabilisiert, zumindest in den Hochburgen des Tourismus. Auch die zahlreichen Neubauten können den nach wie vor, insbesondere aus dem polnischen Inland, nachfragestarken Markt kaum negativ beeinflussen. Insbesondere Objekte in guten Lagen - zentral oder am Wasser - dürften weiterhin sehr begehrt sein. Die erheblichen Preissteigerungen der letzten Jahre dürften allerdings der Vergangenheit angehören. Was Mietpreise von Ferienwohnung und Ferienhäusern anbetrifft, finden bereits erste Korrekturen nach unten beziehungsweise Stabilisierungen statt. Viele Gastwirte haben die obere Preisgrenze ausgetestet, so dass nun eine Konsolidierung anstand. Allem Anschein nach, wird ab der Frühjahrssaison 2009 eine deutliche Stabilisierung der Preise zu erwarten sein. Und das bei steigender Qualität.

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